Der Flaschenteufel oder Kartesischer (auch Cartesischer) Taucher ist eine mundgeblasene hohle Glasfigur mit einer Kapillaröffnung am Schwanzende.
In einer Wasserflasche schwimmt die Figur bis Druck auf die Flasche ausgeübt wird. Der Druck setzt sich im Wasser fort, Wasser dringt in die Figur, die dadurch schwerer wird und sinkt. Sobald der Druck auf die Flasche nachläßt, steigt die Figur wieder nach oben.
Wissenswertes:
Ein Kartesischer Taucher ist ein Meßgerät für den Druck auf Flüssigkeiten. Er wurde angeblich um 1640 von René Descartes entdeckt. Richtiger wäre jedoch, daß Raffaello Magiotti, ein Schüler Galileo Galileis 1648 die erste gedruckte Beschreibung herausbrachte. Im Katalog des Nürnberger Händlers Hieronimus Bestelmeier entdeckte man ihn 1803 als Wasserteufel.
Das gleiche Prinzip ist aus der Meeresforschung bekannt und wird z. B. im internationalen Forschungsprogramm ARGO bei Treibbojen (auch Floats genannt) angewendet. Diese Treibbojen sinken in einem 10-Tage-Zyklus in eine Tiefe bis zu 2000 Metern und übertragen beim Wiederauftauchen an die Meeresoberfläche ihre Meßdaten per Satellit.
Hier sehen Sie den Cartesischem Taucher im Einsatz:
Deutlich ist auf dem Bild die Luft im Inneren des Tauchers zu sehen. Sie wird bei Druckerhöhung in der Flasche komprimiert, dadurch verliert der Taucher den Auftrieb und sinkt ab. Wird der Druck vermindet, steigt er wieder an die Oberfläche.
Maße (L x B x T) und Gewicht:
Länge: 6,5 cm, Durchmesser 2cm
Lieferumfang:
Tanzteufel in Plastikbox mit Anleitung
Altersangabe:
Geeignet ab 10 Jahren
Der Flaschenteufel ist aus Glas gefertigt. Wir empfehlen daher die Unterstützung eines Erwachsenen bei diesem Experiment.
